YouTube Urheberrecht prüfen
So prüfst du die Musik in einem YouTube-Video
- Füge den Videolink oder die ID oben ein: normale Watch-URLs, youtu.be-Kurzlinks, Shorts-Links und die nackte 11-stellige Video-ID funktionieren alle.
- Klicke auf «Prüfen» und gib dem Tool ein paar Sekunden: Es liest die Credits «Musik in diesem Video» und fragt dann für jeden erkannten Track echte Rechtedatenbanken ab (Deezer, MusicBrainz, iTunes).
- Lies das Ergebnis. Du bekommst ein Badge pro Track plus ein Gesamturteil für das Video: rechteverwaltete Musik, Major-Label-Release, gemeinfrei, lizenzfreier Bibliothekstrack oder ein ehrliches «nicht eindeutig», wenn nichts identifiziert werden konnte.
- Prüfe die Details. Jede Track-Karte zeigt ISRC, Label und Veröffentlichungsdatum, soweit gefunden, und trennt den Status der Komposition (des Werks selbst) vom Status der Aufnahme (der konkreten Version), jeweils für die USA und die EU.
- Such dir bei Bedarf Alternativen. Ist die Musik rechteverwaltet, führen die Links unter dem Ergebnis zu Quellen mit Musik, die du wirklich nutzen kannst: die YouTube-Audio-Mediathek, Musopen und das Free Music Archive.
Keine Rechtsberatung. Dieses Tool automatisiert Abfragen öffentlicher Daten und Fristenrechnung. Es ist eine Recherchehilfe, kein Rechte-Clearing und keine Rechtsberatung; für alles Kommerzielle sprich mit einer Fachperson für Musikrechte.
Häufige Fragen
Wie funktioniert der YouTube-Copyright-Check?
Er liest die maschinenlesbaren Credits «Musik in diesem Video», die YouTube anhängt, wenn ein Rechteinhaber einen Track beansprucht hat (über Content ID) oder das Video Musik aus der YouTube-Audio-Mediathek nutzt. Jeder gelistete Track wird dann mit echten Musikdatenbanken abgeglichen: Deezer für den ISRC-Code der Aufnahme, Veröffentlichungsdatum und Label, MusicBrainz für die Verbindung zwischen Aufnahme, zugrunde liegender Komposition und ihren Urhebern, iTunes für den ℗-Inhaber des Tonträgers. Obendrauf rechnet das Tool die Gemeinfreiheitsfristen für die USA und die EU durch. Kein Raten anhand des Videotitels, wie es die meisten «Copyright-Checker» tun.
Wie prüfe ich, ob ein Song urheberrechtlich geschützt ist?
Praktisch jeder kommerziell veröffentlichte Song der letzten hundert Jahre ist geschützt; die eigentliche Frage ist, wer die Rechte verwaltet und wie strikt. Such ein YouTube-Video, das den Song nutzt (am besten das offizielle Video oder ein Lyric-Video), füge den Link oben ein, und das Tool zeigt, wer ihn beansprucht und auf welchem Label er erschienen ist. Faustregel: Wurde die Komposition vor weniger als 95 Jahren veröffentlicht oder ist ein Urheber vor weniger als 70 Jahren gestorben, behandle den Song als geschützt.
Warum ist mein Ergebnis «nicht eindeutig»?
Weil das Video keine maschinenlesbaren Musik-Credits trägt. Dafür gibt es viele Gründe: Der Rechteinhaber hat keine Credits aktiviert, der Track wurde nie beansprucht, die Claim-Daten sind unvollständig, oder das Video enthält schlicht keine Musik. Grob eines von sechs Videos trägt Credits, offizielle Musikvideos oft nicht (sie sind selbst das beanspruchte Asset). Wichtig: «Nicht eindeutig» heißt «konnte nicht identifiziert werden», niemals «frei nutzbar». Der Inhalt kann ohne sichtbare Credits voll geschützt sein.
Was ist Gemeinfreiheit, und warum werden Komposition und Aufnahme getrennt?
Ein Song hat zwei Rechteebenen: die Komposition (Melodie und Text, bei Autoren und Verlagen) und jede Aufnahme davon (bei Interpreten und Labels). Sie laufen unabhängig voneinander ab, was bei Klassik am meisten zählt: Ein Bach-Stück aus den 1720ern ist gemeinfrei, eine Orchesteraufnahme von 2015 aber bis in die 2080er geschützt. Gemeinfreie Werke darfst du selbst aufführen; die geschützte Aufnahme eines anderen darfst du nicht frei übernehmen. Das Tool zeigt beide Ebenen für die USA (Fristen ab Veröffentlichung) und die EU (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers).
Was passiert, wenn ich geschützte Musik in meinem Video nutze?
Meist keine Katastrophe, aber du verlierst etwas. Content ID erkennt die Musik, und der Rechteinhaber wählt die Folge: Am häufigsten monetarisiert er dein Video (seine Werbung, seine Einnahmen), manchmal sperrt er es in bestimmten Ländern, selten gibt es einen Copyright-Strike. Strikes sind der gefährliche Teil: Drei davon schließen den Kanal. Claims sind der Normalfall: Dein Video bleibt online, verdient aber für jemand anderen.
Ist das ein Rechte-Clearing? Kann ich mich rechtlich auf das Ergebnis verlassen?
Nein. Das Tool automatisiert Abfragen öffentlicher Datenbanken und Datumsrechnung; private Lizenzvereinbarungen sieht es nicht, regionale Sonderfälle löst es nicht (Dinge wie Spaniens Regel von 80 Jahren nach dem Tod oder die Kriegsverlängerungen in Frankreich markiert es nur), und es kann einen Track falsch zuordnen. Betrachte das Ergebnis als gut recherchierten Ausgangspunkt. Für kommerzielle Nutzung brauchst du eine Lizenz oder den Rat einer Fachperson.
Ist der Copyright-Check kostenlos? Wie viele Checks habe ich?
Ja, er ist kostenlos und braucht kein Konto. Jeder Check fragt mehrere externe Rechtedatenbanken ab, deshalb gibt es ein Tageskontingent: Anonyme Besucher haben 20 Checks pro Tag, ein kostenloses Tube-Search-Konto hebt das Limit deutlich an. Wiederholte Checks desselben Videos kommen aus einem 30-Tage-Cache, schnell und ohne die Datenbanken zu belasten.